Aktuelle Staupe-Fälle bei Füchsen - geimpfte Hunde sind nicht gefährdet — Tierärztliche Praxis Dr. Marco Atzeni
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Aktuelle Staupe-Fälle bei Füchsen – geimpfte Hunde sind nicht gefährdet

Zu Beginn des Jahres wurden zunehmend wieder mehr Staupefälle bei verendeten Füchsen in NRW nachgewiesen.

Hunde können sich beim Spaziergang anstecken; die Erkrankung verläuft nicht nur beim Fuchs, sondern auch bei infizierten Hunden tödlich, es gibt  keine wirksamen Behandlungsmethoden.

Bei Wildtieren kommt die gefährliche Viruserkrankung immer wieder vor; oft tragen Füchse, Marder oder Waschbären das Staupe-Virus in sich, ohne selbst zu erkranken.

Staupe ist hochansteckend und lebensgefährlich für NICHT GEIMPFTE Hunde, die Inkubationszeit beträgt nur wenige Tage. Auch wenn die Krankheit in frühem Stadium nachgewiesen wird, ist die symptomatische Behandlung meist erfolglos.

Die Symptome der Erkrankung können unterschiedlich sein, da das Virus unterschiedliche Organsysteme angreift: es kann zu Husten oder Atemnot führen, wenn der Atmungsapparat befallen wird, im Magen-und Darmtrakt treten Durchfall und Erbrechen auf. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zur Schädigung des Nervensystems kommen, Muskelzittern oder Lähmungserscheinungen sind die Folge, und es besteht in diesem Zustand keine Hoffnung mehr. Besonders gefährdet sind Junghunde mit unzureichendem Immunstatus.

So wird Staupe übertragen:

Die Ansteckung erfolgt durch Urin, Kot, Speichel, Nasen-oder Augensekret infizierter Tiere – Hunde können den Erreger beim Schnüffeln oder Lecken aufnehmen, z.B. beim Waldspaziergang.

Für Menschen und Katzen ist das Virus nicht gefährlich.

Bevor es den Impfschutz gab, war die Staupe auch bei uns die häufigste Todesursache bei Hunden – wie heute noch in vielen Ländern Süd- und Osteuropas.

Neuerdings breitet sie sich jedoch wieder aus, da infizierte Hunde aus dem Ausland zu uns kommen und weil immer weniger Hunde geimpft werden.  

Die Ständige Impfkommission (StIKo Vet Friedrich-Loeffler-Institut) empfiehlt grundsätzlich die Impfung gegen Staupe, es müssen ca. 70-80% der Hunde-Population geimpft sein, um einen erneuten Ausbruch der Krankheit zu vermeiden.

Die regelmäßige Impfung schützt Ihren Hund und hilft, die Verbreitung der Krankheit einzudämmen. Bitte schauen Sie in Ihren Impfpaß oder rufen Sie uns an, wir überprüfen den Impfstatus Ihres Vierbeiners!

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